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BBS – Adventskalender 2021 Türchen 03

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung, der jedes Jahr am 3. Dezember begangen wird, wurde von den Vereinten Nationen ausgerufen.

er soll das Bewusstsein aller Menschen für die Belange der Menschen mit Behinderung fördern.

gelbe Linie

gelbes Quadrat auf schwarzem Untergrund darauf in schwarzer Schrift: Team blind

auch hier wieder ein beitrag, der bereits auf #Blindleben und #Traumspruch veröffentlicht wurde..

ich bin kein „Mensch mit besonderen Bedürfnissen „…

meine Bedürfnisse entsprechen durchaus dem, was Otto Normal und Luise Akademica so an Bedürfnissen ihr Eigen nennen. Ich möchte das ganz normale Leben leben, und meine Bedürfnisse entsprechen MIR, meinem Wesen, meinen Interessen, aber bestimmt nicht meinen gelegentlichen hinderlichen Ausgangspunkten. Ich bin blind; dadurch werden meine Bedürfnisse am Sehen und am Leben nicht größer und nicht kleiner, nicht besonders, sondern die derzeit gegebenen Möglichkeiten/Unmöglichkeiten schränken mich ein, behindern mich: ich werde zu einer behinderten Person.

Ich bin also „behindert“ – behindert durch nicht ausreichend zur Möglichkeit stehenden Bedingungen. Da trifft das Wort „behindert“ die Sache auf den Punkt.

Behindert ist also eine Tatsachenbeschreibung einer Momentaufnahme, einer Situation und nicht die innerste Eigen-schaft meiner in mir begründeten Person.

ich bin behindert ich werde behindert und meine Bedürfnisse sind normal und nicht besonders.

Also lasst uns die Dinge so benennen, wie sie sind.

Wenn wir das „Unwort“ behindert/Behinderung nicht als solches benennen wollen/dürfen, grenzen wir damit automatisch aus; ja, wir grenzen damit erst recht aus.

„Ach der Behinderte, ach reden wir nicht darüber, ach da schaut man doch nicht hin…“

Nein, das hatten wir doch schon, ja, lasst uns mit dem Begriff normal umgehen und lasst uns genau hinschauen, denn so haben wir die Möglichkeit etwas zur Normalität beizutragen und einen konstuktiven Umgang zu erschaffen.

Du bist behindert, hier hast du eine Brille

Du bist behindert, 5 Massagen für deinen Rücken

du bist behindert, ich rede mit dir so, dass du mich verstehst

Du bist behindert, hier ist dein Gehstock und hier mein Arm

Du bist behindert, ich gehe für dich einkaufen, bis deine Erkältung auskuriert ist

Du bist behindert, ich unterstütze dich dabei, Bahnfahrten für dich zu ermöglichen

Du bist behindert, ich gehe bewusst nur in Kinofilme, die Untertitel bereitstellen

Du bist behindert, ich teile mit dir Ressourcen

Du bist behindert, ich verschaffe dir Hilfsmittel ohne zu mucken

Du bist behindert, ich spreche mit dir über die Lügen, die in der Blödzeitung stehen Merkst du was?

Merkst du was?

…sind wir nicht Alle ein bißchen behindert!

Wann fangen wir damit an nicht mehr zu behindern, sondern zu ermöglichen?

 

Copyright: DT

auch wenn eigentlich im Jahr 365 Tage ein Tag der Behinderung ist, sollte man sich vielleicht an einem Tag überlegen, wie man selbst dazu beitragen kann, dass diese Welt ein wenig barriereärmer wird und wie man Teilhabe und Inklusion fördern kann.

Das BBS – Team beantwortet gerne fragen und hilft mit Expertenwissen weiter,; traut euch also und fragt. wir sind nur blind, (oder auch nicht,) aber wir beißen nicht*lächel p